Kemer-Antalya-Çıralı, Türkei Tel: 0242 8257119 Mob.: 0538 4397336

Çıralı

Die Çıralı-Bucht erreicht eine Länge von 4 Kilometern und ist an der engsten Stelle 50 m und an der breitesten Stelle 100 m. Die riesigen Felswände markieren die  beiden Enden der Çıralı-Bucht. Im Allgemeinen ist der Sand grobkörnig, hat aber eine sehr gute Qualität. Im nördlichen Bereich sieht man ein Bachbett, das im Winter das ganze Regenwasser ins Meer leitet. Im südlichen Bereich befindet sich ein Fluß, der aus der antiken Stadt Olympos kommt und hier ins Meer fließt. Gleichzeitig dient es als eine Grenze zwischen  Çıralıund dem Strand von Olympos.

Çıralı liegt etwa in der Mitte von Kemer und Kumluca und ist sehr einfach zu erreichen. Außerdem ist Çıralı mit seinen Caretta- Carettas- Schildkröten und seiner Flora und Fauna ein Ort, den man wirklich kennenlernen sollte.  Auch die in der Nähe befindliche antike Stadt Olympos, das ewige Feuer Yanartas ( Chimera ) sollte man einmal im Leben besucht haben. Die Orangenhaine und die Zitronenbäume im Ort und in der Umgebung machen Çıralı für Besucher und Gäste sehr interessant. Die Einwohnerzahl von Çıralı beträgt 500 Personen, die fast alle im Beherbergungsgewerbe tätig sind, mit einer Bettenkapazität von  1500 Betten. Wegen seiner Flora und Fauna  und einer großen historische Vergangenheit, wurde Çıralı unter Schutzgebiet gestellt.

Das Tal in dem sich die antike Stadt Olympos befindet und der dazugehöriger Strandabschnitt wurden als Archäologisches Gebiet erklärt. Der nördliche Strandabschnitt von etwa 3 km  Länge, sowie die Bucht stellte man ebenfalls unter Schutzgebiet. Dadurch konnte Çıralı einigermaßen vom Pauschaltourismus geschützt werden. Das Ziel ist es, Çıralı noch für die nächsten Generationen zu erhalten. Da der Olympos-Strand mehr steiniger ist als sandiger wird Çıralı Strand jährlich von Tausenden Caretta- Carettas-Schildkröten  als Eiablageplatz besetzt. Nach einigen Metern Steinabschnitt, haben die Carettas die Möglichkeit, hier ihre Eier im sandigen Abschnitt zu legen. Die Fortpflanzungsdichte  hier am Çıralı-Strand  ist viel besser als am  Olympos-Strand. Gleich nachdem Strandabschnitt beginnt dann die Flora mit Pinienbäumen, Tannen, und Dickicht. Eine andere Sehenswürdigkeit ist, das inÇıralı befindliche Yanartas (Chimera), das ewige Feuer. Darüber wurde in der Geschichte sehr viel erzählt und ist heute noch eine der am meist besuchten Orte in diesem Raum.

In Argos im alten Griechenland lebte der König Glaukos von Ephyra und er hatte einen unglücklichen aber tapferen Sohn. Er hieß Hipponus und eines Tages während einer Jagd tötete er seinen Bruder aus Versehen. Danach nannte man ihn Bellerophon, was ungefähr "der seinen Bruder auf Gewissen hat" bedeutet. Traurig verließ er die Stadt und ging zu den Tiryns König Proitos, in dessen Anwesen er Gastrecht genoß. Aber die göttliche Frau von Proitos, Ante begehrte den schön aussehenden Bellerofon. Da er sich nicht mir ihr einließ, verleumdete sie Bellerophon bei ihrem Gatten, er habe sie verführen wollen.  Da sobald das Gastrecht ausgesprochen war, man sich für immer gegenseitigen Frieden und Gastfreundschaft schwor, schickte Proitos den nichts ahnenden Bellerophon nach Lykien, wo der Schwiegervater des Proitos, Iobates, König war.  Einen Brief, dessen Inhalt Bellerophon nicht kannte, gab Proitos ihm mit. Dann rief er Bellerophon zu sich und bat ihmdiesen Brief  zu seinem Schwiegervater den Lykischen König Iobates zu geben. Ohne zu a

hnen, daß in diesem Brief, sein Todesurteil stand, machte sich Bellerofon auf dem Wege nach Lykien. Als er in der Hauptstadt Xanthos ankam, ging er gleich zur Königspalast. Der König empfing ihn sehr herzlich und sprach ebenfalls das Gastrecht aus. Neun Tage und neun Nächte lang dauerte es. Am zehnten Tag rief er Bellerophon zu sich und verlangte den Brief, den er von seinem Schwiegersohn mitgebracht hatte.   Als der König den Brief las, wollte er auch nicht gegen das Gastrecht verstoßen und so schickte der König den unglücklichen Bellerophon nach Lykien um den schrecklichen Drachen Chimera zu töten, in der Hoffnung, daß er dabei umkomme. Der Drache, ein Fabelwesen, das vorne einen Löwenkopf, hinten einen Schlangenkopf und in der Mitte einen Ziegenkopf besaß und Feuer spie, lebte am Fuße des Gebirges Olympos. Er brüllte wie ein Löwe, spie Feuer aus und konnte alles was er wollte verbrennen.  Bellerofon war ratlos, aber mit Hilfe der Götter ergriff er, das geflügelte Pferd Pegasus das in der Mythologie das Pferd mit Flügeln genannt wird und ritt es. Als der Drache Bellerophon auf einem Pferd reitend sah, floh er in die östliche Richtung. Dann als es nicht mehr weiter ging, da  vorne schon das Meer zu sehen war, nutzte Bellerophon die Gelegenheit aus, ergriff den Drachen und flog mit ihm in die Luft. Dann tötete er den Drachen mit seiner Lanze. Heute noch speit der Drache  das ewige Feuer in Cirali aus. Als nächstes mußte Bellerophon gegen das Nachbarvolk der Solymer kämpfen. Er besiegte sie, danach die Amazonen. Auf dem Rückweg vom Feld, entging er einem Hinterhalt, den ihm einige Lykischen Männer auf Befehl des Lykischen Herrschers gelegt hatten. Nachdem all diese Versuche, Ihn umkommen zu lassen, fehlgeschlagen waren, glaubte Iobates, Bellerophon sei ein Liebling der Götter und ließ ihn in Ruhe leben. Er gab ihm sogar seine Tochter zur Frau und schenkte ihm die Hälfte seines Königreichs Lykien. Andere Autoren zufolge, sollen die Götter ihn nach dem Kampf mit Chimera zur Erde stürzen ließen, weil er versuch habe den Olymp zu fliegen, wonach Bellerophon für den Rest seines Lebens gelähmt oder erblindet war und einsam umherirrte. Das Felsengrab von Bellerophon soll sich angeblich in der antiken Stadt Tlos in Lykien bei der heutigen Stadt Fethiye befinden. Das ist eine der bekanntesten Bellerophon-Mythos  in der Mythologie.

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